Real-Time and Embedded Systems

10 Finger

Wir leben im Informationszeitalter - und die Tastatur wird auf absehbare Zeit die dominante Schnittstelle für die Kommunikation vom Mensch zum Rechner bleiben. Daraus folgt, dass die Beherrschung des 10-Finger-Blindschreibens zu den handwerklichen Fähigkeiten eines jeden gehören sollte, der regelmäßig am Rechner sitzt. Zu diesem Personenkreis gehören immer breitere Teile der Gesellschaft, vom Schüler, der per E-Mail kommuniziert, bis zur Entscheidungsträgerin, welche heute immer häufiger ihre Memoranden selbst verfasst, anstatt zum Diktat zu bitten. Leider wird dieser Aspect der computer literacy (informatischen Literalität) generell ignoriert bzw. als charakteristisches Sekretärinnen- oder Funker-Knowhow belächelt. So bleibt es meistens der Eigeninitiative und Volkshochschulkursen überlassen, diese Lücke zu füllen.

Sollten Sie also zur unglücklichen Mehrheit gehören, welche sich noch mit einem mehr-oder-weniger schnellen Zwei-Finger-Suchsystem begnügt und keinen Text blind schreiben kann, sind hier ein paar interessante Links. (Wer schafft mehr als Level 12 bei Word Attack?) Für den Umstieg vom Tastensucher zum Blindschreiber ist es nie zu spät. So hat auch der Autor dieser Zeilen sich erst nach Verfassen der Dissertation dazu durchgerungen, sich das Tippen beizubringen, und im nachhinein nur bedauert, das nicht schon viel früher getan zu haben. Die gute Nachricht: als geübter Zwei-Finger-Sucher weiß man "im Prinzip" schon, wo sich welche Tasten befinden. So bedarf es nur noch des Umprogrammierens der Finger und des Abgewöhnens des regelmäßigen Blicks auf die Tastatur. Mit etwas mentaler Disziplin schafft man dann den Umstieg vergleichsweise schnell. Mich hat das Ganze ca. 5h Tippübungen gekostet, welche sich seitdem vielfach in gewonnener Arbeits- und Lebenszeit amortisiert haben.